SPD Ortsverein Reichertshofen für die soziale Gerechtigkeit

Mehr und günstiges Bauland für Reichertshofener durch Ausweitung des Einheimischenmodelles und aktive Baulandpolitik

Kommunalpolitik

Reichertshofen, den 04.02.2016

 

 

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Franken,

sehr geehrte Gemeinderäte und Gemeinderätinnen,

die SPD Reichertshofen bringt folgenden Antrag:

 

Mehr und günstiges Bauland für Reichertshofener durch Ausweitung des Einheimischenmodelles und aktive Baulandpolitik

Die SPD Reichertshofen will mit aktiver Baulandpolitik mehr günstiges Bauland für Reichertshofener, insbesondere Familien, mehr Bauland für Ortsansässige incl. unserer Ortsteile, eine ausgewogene Flächennutzungsplanung, die Bewahrung von Wohngebietsstrukturen und eine sensible Nachverdichtung erreichen.

"Reichertshofener und ihre Kinder sollen sich ihre Heimat auch in Zukunft noch leisten können!“

Die SPD Fraktion stellt in diesem Sinne den Antrag als ersten Schritt zu einer aktiven Baulandpolitik. Der  Gemeinderat soll den Grundsatzbeschluss fassen, das Einheimischenmodell dahingehend auszuweiten, dass künftig wie bisher 40% bei Neuausweisungen und genauso 40% der Flächen bei Nutzungsänderung  von besonderenWohngebieten(Mischgebiet,Dorfgebiet,Gewerbegebiet,Industriegebiet) zu Wohngebieten,  für Einheimische bereitgestellt werden. Die Verwaltung wird gebeten entsprechende Änderungen zu prüfen und die Regularien in diesem Sinne zu überarbeiten.

Die Verwaltung wird des Weiteren um die Prüfung und Konzeption von Maßnahmen gebeten, wie der Markt,

  • bedarfsgerecht Wohnbauland für Ortsansässige entwickeln kann
  • zur Harmonisierung des Grundstücks- und Wohnungsmarktes beitragen kann
  • bei künftiger Flächennutzungsplanung eine gute Mischung aus Einheimischenmodell, freiem Markt, öffentlich gefördertem Wohnungsbau, genossenschaftlichem Wohnen und weitere Wohnformen wie zum Beispiel Baugemeinschaften, Senioren-WGs realisieren kann
  • den Charakter von Wohnvierteln durch sensible Nachverdichtung bewahren kann.

Begründung:
Seit nunmehr mehreren Jahren ist in ganz Oberbayern und insbesondere im Bereich der Metropolregionen München und Ingolstadt ein rasanter Anstieg der Grundstückspreise zu beobachten - Reichertshofen ist hier keine Ausnahme. Diese Entwicklung fordert ein Gegensteuern der politischen Entscheidungsträger, wenn wir gewährleisten wollen, dass auch durchschnittlich finanzstarke Bürger bzw. junge Familien und Senioren mit schmalen Renten sich künftig noch Baugrundstücke und Wohnungen leisten können und diese nicht von Auswärtigen verdrängt werden sollen. Unser Streben ist: Wohnraum muss für alle bezahlbar bleiben.“

 

Mehr Bauland für Einheimische durch Ausweitung des Einheimischenmodelles
Mit einer aktiven Baulandpolitik wollen wir unter anderem erreichen, dass mehr Bauland in erster Linie für Einheimische geschaffen wird. Um in Zukunft noch mehr Bauland für Reichertshofener zur Verfügung stellen zu können, wollen wir das Einheimischenmodell dahingehend ausweiten, dass künftig wie bisher 40% bei Neuausweisungen und genauso 40% der Flächen bei Nutzungsänderung für Einheimische bereitgestellt werden.

Spekulationsdämpfung und genossenschaftlicher Wohnungsbau
Grundstücks- und Mietpreisexplosion wollen wir in Zukunft durch aktive Baulandpolitik dämpfen. Ziel muss es beispielsweise sein, dass ein Teil der verfügbaren Grundstücke nicht zu Höchstpreisen, sondern zu den Bodenrichtwerten ohne Spekulationszuschläge verfügbar ist. Für viele Bürger gewinnt auch der Gedanke genossenschaftlicher Solidarität wieder an Bedeutung. Dieser landesweiten Tendenz könnte zum Beispiel durch Gründung einer Wohnungsbaugenossenschaft Rechnung getragen werden.

Moderates Wachstum
Für Reichertshofen soll ein gemäßigtes Bevölkerungswachstum angestrebt werden. Wir wollen nicht zum Schlafort für Pendler nach München und Ingolstadt werden. Wir freuen uns natürlich über jeden, der zu uns zieht.  Dieses Bevölkerungs-Wachstum darf allerdings unsere Infrastruktur, unser soziales Gefüge und unsere Natur nicht überfordern. Ein moderates Bevölkerungswachstum von rund 0,5% pro Jahr halten wir für sinnvoll.

Wohnviertel trotz Nachverdichtung bewahren                                                                                           Im Sinne der Ressourcenschonung sind wir zum nachhaltigen Umgang mit bestehenden Boden- und Baulandreserven verpflichtet. Es muss deshalb heißen, Innenentwicklung vor Außenentwicklung (Problem der leerstehenden Grundstücke) ! Doch auch trotz notwendiger Nachverdichtung sollen bestehende Wohnviertel mit intakten Strukturen nicht überlastet werden und ihren Charakter bewahren können.

Schaffung kleinerer und somit günstigerer Parzellen                                                                            Darunter verstehen wir z.B. die Ansiedlung von Reihenhaussiedlungen entweder durch Zusammenschluss mehrerer Käufer oder Hinzuziehung eines Bauträgers zusammen mit der Gemeinde oder durch Bebauung durch einen Bauträger. Beispiele dazu gibt es im Markt Manching. Des Weiteren bitten wir das Einheimischenmodell für Wohnungsinteressenten bzw. Eigentumswohnungskäufer zu überarbeiten, um auch diesem Personenkreis die Möglichkeit  zum Erwerb eines günstigen Eigentumswohnung zu ermöglichen.

Schaffung von sozialem Wohnungsbau                                                                                                    Durch Gründung einer Baugenossenschaft könnte auch der Anteil von Mietwohnungen für sozial schwächere Personen erhöht werden. Anschauungsbeispiele gibt es auch hierzu im Markt Manching.

Des weiteren bietet z.B. die „Oberbayerische Heimstätte“ Wohnungen  in Pfaffenhofen, Rohrbach, Geisenfeld und Vohburg an. Ist so etwas nicht auch in Reichertshofen möglich?

 
 

Zum Thema Bildung

Bildung bitte hier klicken

 

Termine aus dem Landkreis

Alle Termine öffnen.

03.05.2019, 19:00 Uhr Maibockanstich SPD OV Reichertshofen mit dem Liedermacher Sepp Raith

Alle Termine

 

Besucherzahlen

Besucher:293617
Heute:18
Online:1
 

...

 

Wetter-Online